Frisch gestochen, zart im Geschmack und direkt aus der Region: Der steirische Spargel hat derzeit Hochsaison. Noch bis Mitte Juni wird auf den Feldern intensiv geerntet. Wer jetzt zu heimischem Spargel greift, bekommt besonders frische Ware mit kurzen Transportwegen und nachvollziehbarer Herkunft.
Aufgrund der warmen Witterung hat die Spargelernte heuer ungewöhnlich früh begonnen. Seit Anfang April wird in der Steiermark täglich geerntet. Die Erträge sind stabil, solange das Wetter mitspielt. Fehlender Regen ist derzeit noch kein großes Problem, denn Spargel wurzelt tief und kann sich Wasser aus tieferen Bodenschichten holen.
Steirischer Spargel frisch vom Feld
Spargel zählt zu den empfindlichsten Frischgemüsen. Je kürzer der Weg vom Feld auf den Teller ist, desto besser bleiben Frische, Aroma und Biss erhalten. Genau hier hat steirischer Spargel einen großen Vorteil: Er wird regional angebaut, rasch geerntet und kommt ohne lange Transportwege in den Handel, auf Bauernmärkte, in Hofläden und in die heimische Gastronomie.
Besonders gute Bedingungen für den Spargelanbau bieten die sandig-humusreichen Böden in den Tälern von Safen, Lafnitz, Feistritz, Raab und der südlichen Mur. Diese Böden prägen den feinen Geschmack des steirischen Spargels und machen ihn zu einem besonderen Frühlingsgemüse.
Ein genauer Blick auf die Herkunft lohnt sich beim Einkauf trotzdem. Rund die Hälfte des im Handel erhältlichen Spargels stammt nicht aus Österreich. Wer bewusst regional einkaufen möchte, sollte daher auf die Kennzeichnung achten oder direkt bei Spargelbetrieben, Genussläden und Bauernmärkten nachfragen.
Weißer und grüner Spargel: Das ist der Unterschied
Weißer Spargel wächst unter der Erde und wird gestochen, bevor er ans Licht kommt. Dadurch bleibt er hell, besonders zart und mild im Geschmack. Viele schätzen ihn wegen seiner feinen, leicht süßlichen Note.
Grüner Spargel wächst oberirdisch. Durch das Sonnenlicht bildet er Chlorophyll, bekommt seine grüne Farbe und entwickelt ein kräftigeres Aroma. Er schmeckt würziger, leicht nussig und ist in der Küche besonders unkompliziert. Meist reicht es, nur das untere Drittel zu schälen.
So erkennst du frischen Spargel
Frischer Spargel lässt sich mit ein paar einfachen Merkmalen gut erkennen. Die Stangen sollten glänzen, fest wirken und beim Aneinanderreiben leicht quietschen. Die Spitzen sind geschlossen und kompakt. Auch die Schnittstellen verraten viel: Sind sie hell und saftig, ist der Spargel frisch. Trockene, holzige Enden deuten darauf hin, dass er schon länger gelagert wurde.
Ein weiteres gutes Zeichen ist der Duft. Frischer Spargel riecht angenehm aromatisch und nicht säuerlich oder muffig.
Spargel richtig lagern
Spargel sollte möglichst rasch verarbeitet werden. Bis zur Zubereitung gehört er gut vor dem Austrocknen geschützt. Weißen Spargel wickelst du am besten vollständig in ein feuchtes Tuch und legst ihn ins Gemüsefach des Kühlschranks. Grüner Spargel kann ebenfalls in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden, die Spitzen dürfen dabei ruhig herausschauen.
Bereits geschälter Spargel lässt sich portionsweise einfrieren. Praktisch ist das vor allem dann, wenn du größere Mengen direkt ab Hof kaufst oder Spargel für Suppen, Aufläufe oder Saucen vorbereiten möchtest.
Spargel kochen, braten oder grillen
Klassisch wird weißer Spargel in Salzwasser mit etwas Zitronensaft, einer Prise Zucker und einem Stück Butter bissfest gegart. Je nach Dicke der Stangen dauert das etwa fünf bis zehn Minuten. Wichtig ist, weißen Spargel sorgfältig von der Spitze abwärts zu schälen, damit keine fasrigen Stellen bleiben.
Grüner Spargel ist schneller zubereitet. Er kann gekocht, gedämpft, gebraten oder gegrillt werden. Gerade beim Braten oder Grillen entwickelt er ein besonders kräftiges Aroma. Dünne, sehr zarte Stangen lassen sich auch roh genießen, etwa fein gehobelt in einem Frühlingssalat.
Das Schälmaterial musst du übrigens nicht wegwerfen. Aus Spargelschalen und Abschnitten lässt sich ein feiner Fond kochen, der als Grundlage für Spargelsuppe, Risotto oder Saucen verwendet werden kann.
Mehr zum Thema: So gelingt Spargel perfekt
Ideen für die Frühlingsküche
Spargel passt hervorragend zu Erdäpfeln, Schinken, Ei, Kräutern, Butterbröseln oder Sauce hollandaise. Grüner Spargel macht sich gut in der Pfanne mit etwas Knoblauch, als Beilage zu Fisch, in einem Risotto oder auf einem Frühlingsfladen.
Weißer Spargel bleibt der Klassiker für ein feines Frühlingsessen: mit Petersilerdäpfeln, zerlassener Butter, Schinken oder einem pochierten Ei. Auch als Spargelcremesuppe ist er beliebt, vor allem wenn du dafür gleich die Schalen und Abschnitte mitverwendest.
Gesundes Frühlingsgemüse mit wenig Kalorien
Spargel ist nicht nur vielseitig, sondern auch besonders leicht. Er besteht zu über 90 Prozent aus Wasser und liefert pro 100 Gramm nur rund 20 Kilokalorien. Gleichzeitig enthält er wertvolle Nährstoffe wie Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und Kalium.
Schon 250 Gramm Spargel können einen beachtlichen Beitrag zur täglichen Versorgung leisten: Sie decken etwa die Hälfte des Tagesbedarfs an Vitamin C und Vitamin E sowie nahezu den gesamten Bedarf an Folsäure.
Spargel aus der Steiermark kaufen
In der Steiermark bauen derzeit rund 20 Produzentinnen und Produzenten auf etwa 40 Hektar Spargel an. Erhältlich ist steirischer Spargel unter anderem im Lebensmittelhandel, direkt ab Hof, in Genussläden und auf Bauernmärkten. Auch viele Wirtshäuser und Restaurants setzen während der Saison bewusst auf regionalen Spargel. Eine Auswahl:
| Name | Adresse |
|---|---|
| Andreas Domatschitz | Lassen 9, 8355 Tieschen |
| Patrick Drobetz | Goritz bei Radkersburg 9, 8490 Bad Radkersburg |
| Andreas Gombotz | Dornau 10, 8492 Halbenrain |
| Johann und Patrick Hierzer | Casalgasse 68, 8041 Graz |
| Franz Kirchengast | Pfarrsdorf 9, 8490 Bad Radkersburg |
| Martin Kleindl | Verkauf Bauernmarkt Lendplatz, Graz |
| Markus Klobassa | Zelting 16, 8490 Bad Radkersburg |
| Richard Oberer | Obertrum 16, 8311 Markt Hartmannsdorf |
| Martina, Gerhard und Martin Platzer | Maggau 11, 8421 Wolfsberg im Schwarzautal |
| Friedrich Predl | Siebing 2, 8412 Allerheiligen bei Wildon |
| Eveline und Heribert Purkarthofer | St. Johann bei Herberstein 49, 8222 Feistritztal |
| Joachim und Gregor Reicher | Mahrensdorf 5, 8350 Mahrensdorf |
| Georg und Gudrun Tappauf | Hirsdorf 2, 8342 Gnas |
| Claudia Tscherner | Dietzen 33, 8492 Halbenrain |
Wer die kurze Saison auskosten möchte, sollte jetzt zugreifen. Bis Mitte Juni gibt es das heimische Edelgemüse frisch vom Feld – ideal für einfache Frühlingsgerichte, feine Beilagen und kreative Spargelrezepte.



















