Rund um den 19. März soll der Josefitag 2026 stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Steirer feiern – Josefitage in der Steiermark“ will das Land Impulse setzen, um Tradition, Brauchtum und regionale Identität sichtbarer zu machen.
Bei der Programmpräsentation in Graz stellten Mario Kunasek, Landeshauptmann der Steiermark, und Simon Koiner-Graupp, Geschäftsführer der Volkskultur Steiermark GmbH, die Details vor. Die Initiative verankert den Landesfeiertag nicht nur symbolisch, sondern macht ihn in allen Regionen aktiv erlebbar.
Zehn Veranstaltungen in allen Regionen
Zwischen 19. und 21. März finden steiermarkweit zehn größere Veranstaltungen statt. Volkskulturelle Verbände und Vereine gestalten das Programm bewusst regional. Sie setzen auf überliefertes Brauchtum, Chormusik, Blasmusik, Tanz und regionale Kulinarik.
Unter anderem stehen folgende Programmpunkte auf dem Plan:
- das traditionelle Josefisingen in Bad Aussee
- der Josefimarkt in St. Josef in der Weststeiermark
- Chor- und Musikkonzerte in Bruck an der Mur
- volkskulturelle Darbietungen in Mureck
Damit verbindet die Initiative kulturelle Vielfalt mit klarer regionaler Verankerung. Gleichzeitig stärken die Organisatoren die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Verbänden und Sparten. So entsteht ein langfristiges Netzwerk innerhalb der steirischen Volkskulturlandschaft.
30 kostenlose Kirchenführungen am 19. März
Zusätzlich öffnen am Josefitag selbst 30 Kirchen in der gesamten Steiermark ihre Türen für kostenlose Führungen. Ehrenamtliche Kirchenführerinnen und Kirchenführer vermitteln dabei Hintergründe zum Leben und Wirken des heiligen Josef sowie zur Darstellung des steirischen Landespatrons in Kunst und Architektur.
Dadurch erhält der Landesfeiertag nicht nur eine kulturelle, sondern auch eine spirituelle Dimension.
Gstanzlwerkstatt sammelt Steirerweisheiten
Ein weiteres zentrales Projekt startet das Steirische Volksliedwerk mit einer „Steirischen Gstanzlwerkstatt“. Bürgerinnen und Bürger können eigene vierzeilige Gstanzln einreichen, entweder per Post, digital oder persönlich. Ziel ist ein fortlaufender Austausch, der zeitgemäße Sichtweisen mit traditioneller Form verbindet.
Die eingesendeten Beiträge fließen in die Sammlung des Steirischen Volksliedarchivs ein. Damit sichern die Initiatoren nicht nur bestehendes Liedgut, sondern entwickeln es aktiv weiter.
Volkstanz-Flashmob als Auftakt
Bereits eine Woche vor dem Josefitag setzen rund 120 Schulkinder aus sechs steirischen Schulen ein sichtbares Zeichen. Gemeinsam mit den „Pagger Buam“ beleben sie den Grazer Landhaushof mit einem Volkstanz-Flashmob und eröffnen damit offiziell die Josefitage 2026.
Mit dieser Kombination aus Jugendbeteiligung, regionaler Kulturarbeit und breiter Einbindung von Vereinen will das Land Steiermark den Josefitag neu positionieren. Die Veranstaltungsreihe soll in den kommenden Jahren weiter wachsen und den Landesfeiertag dauerhaft im Bewusstsein der Bevölkerung stärken.




















