Wissenswertes über Ostern
Die Einkehr des Frühlings und das Ende der Fastenzeit
Am 24. April 2011 wird dieses Jahr Ostern gefeiert. Ostern entstammt dem heidnischen Frühlingsfest, bei dem die Frühlingsgöttin "Ostara" und die Sonne als Lichtspender verehrt wurden. Die Symbolik des Festes ist das zunehmende Licht im Frühling, die wiederkehrende Fruchtbarkeit, das Erwachen der Natur und neuem Leben. Über die genaue Herkunft des Wortes "Ostern" ist man sich jedoch unklar. Ostara (die Frühlingsgöttin) aber auch
Osten (der Aufgang der Sonne) könnten hier zur Bezeichnung Ostern beigetragen haben.
Auch die österlichen Symbole "Hase" und "Eier" entstammen dem Heidentum, sie sind Fruchtbarkeitssymbole. Der Hase war als Begleiter der Lichtgöttin bekannt, lang bevor der Hase als Auferstehungssymbol in der Kirche Einzug fand. Die Symbolik der Eier für Ostern kommt daher, dass nach der eierlosen Winterzeit die Vögel und Hühner wieder anfingen Eier zu legen, und dies ein weiteres Zeichen war, das der Frühling einzieht - neues Leben entsteht. Daraus entstand auch der Brauchtum des Eiersuchen. Da die Hühner damals frei herumliefen, legten sie natürlich auch ihre Eier irgendwo ab. Damit die Menschen die Eier nutzen konnten, mußten sie somit danach suchen.
Die Tradition vom Eierfärben geht ebenso auf das Heidentum zurück. Mit bunt bemalten Eiern hieß man den Frühling wilkommen und feierte das Wiederkehren der Fruchtbarkeit. Am Anfang färbte man die Eier vor allem in der Farbe Rot - die Farbe des Lebens und der Fruchtbarkeit. Ein weiterer Brauch sind auch die Osterfeuer - man begrüßte damit die Sonne. "Osterhase" und "Ostereier" sind mehr oder weniger Überbleibsel unserer Kultur.
Zur Zeit der Christianisierung übernahm die Kirche dieses Fest in Form der Auferstehung Jesus Christus, die mit einer 40 tägigen Fastenzeit vorhergeht. Mit Aschermittwoch (dem Tag nach Faschingdienstag) beginnt die Fastenzeit bis 1 Woche vor Ostern, die sogenannte Karwoche, die mit dem Palmsonntag eingeleitet wird. Am Ostersonntag bzw. dem Karsamstag werden Körbe voll mit Zutaten der Osterjause in der Kirche geweiht, die daraufhin mit dem Verzehr die Fastenzeit beendet.
Zu einer zünftigen Osterjause gehört vor allem das süßlichere Osterbrot, das mit Schinken, hartgekochten Eier und reichlich steirischem Kren belegt wird. Weiters genießt man auch gerne eine Osterpinze, das ist ein süßlicher mit reichlich Eiern verarbeiteter Germteig.

